Böden
Die Wahl des passenden Bodenbelags für alle Wohn- und Sanitärbereiche ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Inneneinrichtung und Wohnraumgestaltung. Das Material, aus dem die Böden bestehen, entscheidet über den Komfort beim Gehen und der Benutzung der Räume. Die klassischen Sanitärräume, wie Dusche mit Duschvorhang, Bad und WC werden üblicherweise komplett verfliest. Klassische Fliesen fürs Bad sind durch ihre glatte Keramik- oder Steinoberfläche nicht nur ideal zu reinigen, sondern auch hochgradig wasserabweisend, was vor allem im Badbereich äußerst wichtig ist. Doch auch hierbei gibt es ein breit gefächertes Angebot an vielen verschiedenen Arten von Fliesen, die sich in Größe, Material und Anwendungsgebiet unterscheiden. Man verwendet vor allem Keramik-, Stein- und Terrakottafliesen und platziert sie entweder auf Böden oder an den Wänden (bis zu einer gewissen Höhe). Zu den weiteren Kriterien zählen Wasseraufnahmevermögen, Rutschsicherheit und generelle Empfindlichkeit gegenüber Schmutz und Pilzen. Fliesen können natürlich auch für Terrassen oder Balkone verwendet werden, wobei diese auch aus optischen Gründen dann meistens aus Stein bestehen, da die klassische Badfliese eine gewisse Sterilität widerspiegelt.
Ein bisschen flexibler ist die Beschichtung von Böden im Küchenbereich. Neben einer Fliesenvariante kann man natürlich nahezu jeden gewünschten Bodenbelag in der Küche verlegen. Lediglich von Teppichen oder ähnlichen auf Stoff basierten Belägen sollte Abstand genommen werden, da diese natürlich extrem schwer zu reinigen sind und die Gefahr von Verschmutzung durch Nahrungsmittel oder Flüssigkeiten in der Küche sehr hoch ist. Meistens wird auch der Wandbereich um Kochstelle, Waschbecken und Arbeitsfläche verfliest, da diese Bereiche sehr anfällig für Spritzer aller Art sind.
Die Auswahl an Bodenbelägen in den übrigen Wohnräumen ist am flexibelsten. Man unterschiedet hierbei zwischen textilen und nicht-textilen Belägen. Unter die Kategorie der textilen Bodenbeläge fallen alle Arten von Teppichen (Webteppiche, Teppichböden). Lediglich die Reinigung solcher textiler Bodenmaterialien kann mitunter sehr anstrengend werden. Ein wenig praktischer sind da schon die Vertreter der nicht-textilen Bodenbeläge. Sie unterteilen sich in drei Kategorien: Hartbeläge, elastische Beläge und mineralische Beläge.
Elastische Beläge bestehen meistens aus ein oder mehreren Kunststoffschichten. Auch Kork und Linoleum wird häufig verwendet. Sie sind üblicherweise auch die günstigsten Materialien für die Bodenverlegung. PVC Böden sind Wasserfest und sehr einfach zu reinigen. Doch der größte Nachteil liegt in ihrer Haltbarkeit und Robustheit. In der doch relativ dünnen Plastikschicht können sehr leicht Kratzer oder Risse, die etwa beim unachtsamen Bewegen oder Verschieben von schwereren Möbeln entstehen können. Hat sich einmal ein Riss gebildet kann man ihn nur noch provesorisch wieder schließen.
Hartbeläge wie Parkett oder Laminate, die aus Holz bzw. mehreren Holzschichten bestehen sind da schon um einiges robuster und vor allem edler und qualitativ hochwertiger. Doch durch diese hohe Qualität steigen auch die Anschaffungskosten um einen erheblichen Anteil. Parkettböden aus Holz sind um ein vielfaches teurer als einfache PVC Böden. Als Sonderfall beim Belegen von Böden existieren die mineralischen Beläge. Sie bestehen, wie der Name schon sagt, aus Stein- oder betonartigen Materialien und werden aus ganzen Stücken geschlagen, was sich natürlich ebenso im Preis niederschlägt. Geeignet sind diese Art von Böden vor allem für Terassen, Eingangs- oder Kaminbereiche. Für welche Bodenbeläge sich man letztendlich entscheidet hängt natürlich sehr von den finanziellen Möglichkeiten ab, da die Optik und die Qualität der verschiedenen Materialien absolut offensichtlich ist.
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