Wärmedämmung, wie und wozu?

Das Abdichten aller Gefahrenherde für Wärmeverlust in Häusern (Wände, Fenster, Türen, Abzugskanäle usw.) hat mit der enormen Verteuerung der Energie vor allem seit Ende des letzten Jahrhunderts massiv an Bedeutung gewonnen. Verschiedene gesetzliche Regelungen haben diesen Trend noch um ein Stückchen vorangetrieben.

Der Sinn dahinter ist relativ einfach und schnell erklärt. Die heutzutage gängigen Baustoffe wie z.B. Beton oder Stahl, leiten Wärme sehr schnell von innen nach außen ab. Deshalb verwendet man mittlerweile verschiedene Dämmstoffe und -materialien, welche an oder in die Häuserwände eingearbeitet werden. Diese Stoffe sind relativ schlechte Wärmeleiter und blockieren dadurch den unnötigen Verlust an Wärme. Ebenso vermindern sie im Sommer das Eindringen von Hitze in das Gebäude. Verschiedene Kunststoffe (z.B. Polystyrol), Glaswolle aber auch Holzfasern oder Kork sind sehr gut zur Wärmedämmung geeignet.

Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen Arten der Wärmedämmung, der Innen-, Außen- und Kerndämmung. Vor allem bei älteren Bauwerken, deren Fassaden aus Denkmalschutzgründen nicht verändert werden dürfen, kommt eine Innendämmung in Frage. Hierbei verkleidet man die Innenseite der Hauswände mit Dämmmaterial. Um der Entstehung von Feuchtigkeit im inneren des Mauerwerks vorzubeugen, behilft man sich einer bestimmten Konfiguration von verschiedenen Materialschichten, da eine zusätzliche Dampfssperre von Nöten ist. Begründet wird dies durch die Verlagerung der Feuchtigkeitsbildung in den inneren Bereich der Wand, da ja die Dämmung selbst auf der Innenseite installiert wird.

Die Außendämmung von Gebäuden wird sehr häufig durch Styropor umgesetzt, das danach noch eine wasserabweisende Schicht Verputz erhält. Besonders bei moderneren Gemeindebauten und Bürogebäuden wird diese Form der Wärmedämmung angewandt. Die Kerndämmung ist die wohl aufwändigste Methode, da man das Dämmmaterial direkt in der Wand einsetzt und sie dadurch in zwei Schichten plus einer Dämmschicht unterteilt. Deshalb kann man eine nachträgliche Dichtung einer bereits existierenden Hauswand nur durch eine Innen- oder Außendämmung erreichen.

Besonders wichtig ist es, dass das Material wasserfest ist, da die Speicherung von Flüssigkeit im Mauerwerk unweigerlich zu Bauschäden und der Bildung von gefährlichem Schimmelpilz führen wird. Außerdem ist die Wahl der Fenster ein weiterer wichtiger Faktor, da vor allem die Fensterbereiche viel Raum für Wärmeverlust schaffen. In älteren Gebäuden zieht es sehr oft eben genau durch kleine Schlitze und Freiräume durch. Diese Fenster sind meistens noch aus Holz, welches sich besonders leicht verziehen und seine Form mit der Zeit verändern kann, wodurch diese kleinen Freiräume entstehen.

Abschließend ist zu sagen, dass eine ordentliche Wärmedämmung sehr viel Geld spart. Dafür ist aber eine absolut korrekte und sachgemäße Installation der Schichten notwendig, da bei falscher Anbringung die Entstehung von Feuchtigkeit unvermeidbar wird. Feuchtigkeit ist in jedem Fall der Anfang von Schimmelpilz und Bauschäden. Im Notfall sollte man einen Fachmann aufsuchen. An weiteren Diskussionen zum Thema Energie kann im Solar Forum teilgenommen werden.